Die Goldene Auguste

Die Auszeichnung Goldene Auguste wurde nach der Schriftstellerin Auguste Groner benannt.

 

Auguste Groner kam am 16. April 1850 in Wien als Auguste Kopollik zur Welt. Sie war die Tochter eines Regierungsbeamten und arbeitete von 1876 bis 1905 als Volksschullehrerin in Wien. Nach ihrer Heirat mit dem Historiker Richard Groner begann sie zu schreiben und galt bald als "Volks- und Jugendschriftstellerin".

Neben phantastischen Erzählungen, Jugend- und Heimatbüchern schrieb sie eine Reihe von Kriminalerzählungen, die vor allem als Fortsetzungsreihen in der "Bibliothek der Unterhaltung und des Wissens" und "Kürschners Bücherschatz" erschienen.

 

Auguste Groner gilt als erste Kriminalschriftstellerin Österreichs - und auch als Erfinderin des ersten deutschsprachigen "Seriendetektivs" (Joseph Müller). Sie gehört damit zweifellos zu den wichtigsten Vertreterinnen des Genres im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert.

 

"Jospeh Müller" (bzw in englischen Übersetzungen "Joseph Muller") trat zum ersten Mal in der Erzählung "Die goldene Kugel" auf, die 1894 in Reclams Universalbibliothek veröffentlicht wurde.

 

Erste Preisträgerin der Goldenen Auguste war die Programmleiterin des Ariadne-Verlages Else Laudan.

 

 

 

(Quelle mit freundlicher Genehmigung:
H.P. Karr Lexikon der deutschen Krimiautoren
www.krimilexikon.de)